Um Wetterdaten sammeln zu können bedarf es natürlich einer Wetterstation. Auf dem Markt gibt es unzählige Wetterstationen mit diversen Funktionen zu erwerben. Ich habe mich dennoch dagegen entschieden, eine fertige Station zu kaufen. 

Die Daten auf dieser Webseite werden von meiner drahtlosen Wetterstation gesammelt. Bei der Station handelt es sich um einen Eigenbau, bei dem sowohl die Station selbst, als auch die Elektronik und die Software von mir entworfen wurde. Für mich war es ein spannendes und lehrreiches Projekt. 

Warum eine eigene Station entwerfen, wenn es viele zu kaufen gibt?

Als Maker befasse ich mich schon lange mit diversen Themen rund um Elektronik, Robotik, 3D Druck und letztlich mit dem Design von 3D Modellen. Mein Beruf als Diplom Informatiker bringt die nötige Affinität zur Softwareentwicklung mit. Zur Vorbereitung auf ein anderes Projekt (Ardumower Arctic Hare, Mähroboter aus dem 3D Drucker) musste ich mich in die CAD Software Autodesk Fusion 360 einarbeiten. So ist die Idee entstanden, als Lehrobjekt eine komplette Wetterstation zu entwerfen. alle Bauteile (neben der Elektronik und ein paar Schrauben), sollten mit einem gängigen 3D Drucker hergestellt werden können. Für mich war es das erste komplexe Projekt, welches aus einer Vielzahl an einzelnen Bauteilen bestand.

Nach kurzer Recherche der kommerziellen Stationen und des ein oder anderen Eigenbaus, stand der Entwurf fest. Die Station sollte folgende Messwerte erfasen können

- Temperatur
- Luftfeuchtigkeit
- Luftdruck
- Windgeschwindigkeit
- Windrichtung
- Niederschlagsmenge (Regen)

Da ich am Aufstellungsort keinen Stromanschluss habe, sollte die Station darüber hinaus völlig autark arbeiten. Die Station wird von einem NiMh Akku mit Energie versorgt. Eine Solarzelle dient zum Laden des Akku. Die Daten der Station müssen natürlich irgendwo hin abgelegt werden. Ein lokaler Speicher, etwa eine Speicherkarte an der Station kam für mich nicht in Frage. Also mussten die Daten per Funk übertragen werden. Die einfachste Möglichkeit schien mir eine Übertragung per WLAN zu sein. Die Kombination WLAN mit Solar bringt völlig neue Probleme mit sich. Durch die Verwendung von WLAN benötigt die Station sehr viel Energie, so dass der Akku nach wenigen Stunden leer wäre. Eine weitere Herausforderung, die ich im Rahmen dieses Projektes lösen konnte.

Gibt es die Station auch zum Nachbau?

Selbstverständlich gehört es zu einem echten Maker dazu, seine Erfolge zu veröffentlichen und mit anderen zu teilen. Die 3D Druckdaten (STL) zur Station habe ich hier auf Thingiverse.com veröffentlicht. Die Software sowie eine Stückliste und den Schaltplan habe ich hier in einem Git Repository veröffentlicht.

 

In den folgenden Beiträgen werde ich etwas genauer beschreiben, woraus die Station besteht, wie ich sie gebaut habe und wie sie arbeitet.