Letzte Nacht hatte ich leider wieder Besuch im Garten. Regelmäßig haben wir Rehe in der Nachbarschaft. Die sind überhaupt nicht scheu und kommen direkt bis auf die Terrasse.

Meine Äpfel am Spalier werden immer angefressen. Es trifft immer die wichtigen Triebe. An den Birnbäumen sind keine Bissschäden zu beobachten, Birnen scheinen nicht zu schmecken.


Was kann ich tun um die Bäume zu schützen? Zunächst habe ich es mit Blutmehl versucht. Dabei handelt es sich um getrocknetes Blut, welches auch als Dünger verwendet werden kann. Da Rehe Fluchttiere sind, meiden Sie Bereiche in denen es nach Raubtier riecht. So zumindest die Theorie. Letztlich haben sich die Rehe an den Geruch gewöhnt. Anschließend habe ich es mit Ultraschall-Geräten versucht. Hierbei wird durch einen Bewegungsmelder eine aufsteigende Tonfolge wiedergegeben, welche die Tiere verschrecken soll. zusätzlich hat das Gerät einen LED Blitz, der im Falle einer Bewegung mit auslöst. Dies hat auch nicht lange geholfen. Die Bäume sind noch klein und haben jetzt eine Drahthose bekommen. Damit habe ich die bisher beste Wirkung erzielt, wobei es nicht sehr schön wirkt.

Es ist wirklich erstaunlich, wie nah sich Wildtiere dem Menschen nähern und wie schnell sie sich an neue Umgebungen oder Störquellen gewöhnen. Manch einer fragt sich, warum  man sich denn an Rehe im Garten stören kann? Diese anmutigen, schönen Tiere sind doch toll anzusehen. Diese Menschen haben offensichtlich noch nie erlebt, was die Tiere in einer einzigen Nacht aus den sorgfältig angelegten Garten und Gemüsebeet machen.